Ordentlich eingeheizt - Expertentipps für richtiges Heizen im Winter

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Mit ein paar einfachen Tipps lassen sich Heizkosten senken.

Draußen kalt, drinnen kuschelig? ELEMENTS-Energie-Experte Frank Neumann weiß, wie man im Winter Heizkosten senken kann.

Minusgrade, kalte Winde, Dauerregen oder Schnee – beim ungemütlichen Winterwetter wollen wir es drinnen so richtig kuschelig haben. Die Heizkosten sollten dabei allerdings nicht in eisige Höhen schnellen. Als technischer Berater für regenerative Energien und Kraft-Wärme-Kopplung bei ELEMENTS ist Frank Neumann ein Experte für den richtigen Umgang mit Energien. Seine Tipps für cleveres Heizen:

 

Lüften Sie lieber kurz und intensiv (Stoßlüftung), als das Fenster ständig leicht geöffnet zu halten (Kipplüftung). Ein paar Minuten bei weit offenem Fenster genügen, damit der gewünschte Luftaustausch stattfinden kann. Was viele nicht wissen: Ist das Fenster nur gekippt, wandert lediglich die Wärme nach draußen.

 

Vermeiden Sie Zugluft. Prüfen Sie Ihre Fenster- und Türdichtungen auf undichte Stellen. Und so geht’s: Mit einer Kerze oder mit einem angefeuchteten Handrücken lassen sich solche Stellen schnell entlarven. Flackert die Flamme oder fühlen Sie einen kalten Lufthauch auf Ihrem Handrücken? Hier sollten das Fenster oder zumindest die Dichtung justiert werden.

 

Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen 18 und 23 °C Raumtemperatur. Tipp: Messen Sie mit einem kleinen Digitalthermometer die Temperatur in Ihren Räumen und stellen Sie anschließend die Thermostatventile genauer ein. Kleinigkeiten können schon viel bewirken. Wird die Raumtemperatur um ein Grad gesenkt, sparen Sie bereits rund 6 % Energie. Aufgepasst: Sinkt die Temperatur unter 16 °C, kann sich Tauwasser bilden – und das kann Schimmel hervorrufen.

 

Freiheit für die Thermostatventile! Damit diese die Raumtemperatur exakt erfassen können, sollte man sie nicht mit Gardinen, Handtüchern oder anderem verdecken.

 

Überprüfen Sie die Heizkennlinie in der Heizungsregelung (das ist das Verhältnis von Außentemperatur und Vorlauftemperatur) an Ihrem Kessel. Die richtige Einstellung ist für einen effizienten Betrieb zwingend erforderlich. Dafür drehen Sie alle Heizkörper weit auf und reduzieren Sie dann die Heizkennlinie so weit, bis es in Ihren Räumen angenehm temperiert ist. Im Zweifel fragen Sie einen Fachhandwerker.

 

Wie viel zahlen Sie für Ihr Gas? Hier lassen sich eventuell einige Euros sparen. Ein Vergleich lohnt sich immer, zum Beispiel auf www.verivox.de.

 

Lassen Sie Ihre Heizung jährlich warten. Ablagerungen von nur einem Millimeter im Kessel senken den Wirkungsgrad bereits um bis zu 9 %.

 

Arbeitet in Ihrer Heizung noch eine Umwälzpumpe älterer Bauart? Dann lassen Sie sich von Ihrem Fachhandwerker beraten. Der Austausch rechnet sich binnen kürzester Zeit – und die Bundesregierung hält auch noch attraktive Fördermöglichkeiten für Sie bereit. Informieren Sie sich auf www.bafa.de (Stichwort Heizungsoptimierung).

 

Wenn Sie schon Kontakt zu Ihrem Heizungsbauer haben, fragen Sie nach weiteren Maßnahmen. Er berät Sie gerne, zum Beispiel über die Dämmung von nicht isolierten Rohren oder den Austausch Ihrer alten Heizung gegen ein effizientes und modernes Heizsystem.

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