Clever heizen – Kosten sparen

von Olga Bogdanowski
Veröffentlicht am 07.November 2017 / Heizung

Heizen und Kosten sparen müssen kein Widerspruch sein

Mit dem Winter werde ich einfach nicht warm. Wenn die Temperaturen unter Kühlschrank-Grade sinken, würde ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke verkriechen und dort bis zum Frühjahr ausharren. Als echte Option überzeugt so ein Winterschlaf aber auch nicht. Deshalb ist die Heizung im Winter mit Abstand mein bester Freund. Sie sorgt dafür, dass ich es zu Hause immer schön kuschelig habe.

Blöderweise gibt es diesen Freundschaftsdienst nicht für lau. Kommt mein bester Freund in die Jahre, muss er sich zunehmend abrackern und belastet meinen Geldbeutel. Auf zu hohe Heizkosten und Nachzahlungen habe ich definitiv keine Lust. Deshalb habe ich mich auf dem Heizungsmarkt umgesehen. Mein Eindruck: Hier habe ich die Wahl zwischen verschiedenen Typen, die mich sicher durch den Winter bringen, die Umwelt und meine Spardose schonen. 30 Prozent Energie einsparen? Verlockend! Darüber hinaus kann jeder seinen Teil dazu beitragen, dass die Heizkosten nicht durch die Decke schießen.

 

Die richtige Raumtemperatur

Auch wenn es im ersten Moment banal und ernüchternd klingt, hilft es am Allermeisten, die Heizungen nicht zu hoch aufzudrehen. Für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre sollten Wohn- und Badezimmer laut Umweltbundesamt 20 bis 22 Grad warm sein. In der Küche reichen 18 Grad. Und im Schlafzimmer sogar 16 Grad. Natürlich sind diese Angaben an das persönliche Empfinden anzupassen. Für mich kann es tendenziell nicht warm genug sein. Aber vielleicht werde ich diese Einstellung noch einmal überdenken. Denn bereits bei einem Grad weniger kann ich sechs Prozent Energie sparen. Das heißt auch: Für die nächste Shoppingtour bleiben gleich ein paar Euro mehr übrig. Übertreiben sollte man hier aber auf keinen Fall. Denn wird die Raumtemperatur zwischenzeitlich zu sehr gesenkt, verursacht das Wiederaufheizen hohe Kosten.

 

Frische, warme Luft

Damit sich die erwärmte Luft im gesamten Raum ausbreiten kann, muss sie vernünftig zirkulieren können. Stehen Möbel, Vorhänge und andere Einrichtungsgegenstände unmittelbar vor dem Heizkörper, versperren sie der warmen Luft den Weg.

Apropos Luft: Dass ausreichendes Lüften ebenfalls wichtig ist, dürfte allseits bekannt sein. Und trotzdem wird es häufig vernachlässigt. Natürlich sorgt das Öffnen des Fensters bei Minusgraden nicht unbedingt dafür, dass die Wohnung kuschelig warm wird. Wie lüftet man also, damit die Luft im Raum frisch ist und zugleich so wenig Wärme wie möglich verloren geht? Am besten klappt das mit regelmäßigem Stoßlüften bei ausgeschalteter Heizung. Durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster und dem auf diese Weise entstehenden Durchzug entweichen Feuchtigkeit und Gerüche innerhalb weniger Minuten. Beim Lüften mit gekippten Fenstern benötigt der Luftaustausch hingegen deutlich länger. In dieser Zeit können Mauerwerk und Fensterlaibungen auskühlen. Das erneute Erwärmen kostet nicht nur zusätzliche Heizenergie, sondern auch wertvolle Euros. Und die sind in meinem Sparschwein definitiv besser aufgehoben.

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