Der Herbst ist da – die Heizsaison beginnt

Heizsaison im Herbst
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Im Herbst geht die Heizsaison wieder los!

Wenn draußen die Temperatur sinkt und es stürmt und regnet, ist es höchste Zeit, wieder die Heizung aufzudrehen. Für den Wohlfühl-Faktor ganz ohne böse Nebeneffekte sollten allerdings einige Aspekte beachtet werden.

 

ELEMENTS-Expertin

 

 

 

Mein Name ist Olga und mit einer gut dreißigjährigen Erfahrung im Umgang mit Badezimmern bin ich nun die Blog-Beauftragte der ELEMENTS-Seite. Alles Wissenswerte rund ums Bad werde ich vertrauensvoll an Sie weitergeben.

Letzte Woche war es soweit. Endgültig musste ich mich vom Sommer verabschieden. Zwar dringen hin und wieder noch vereinzelte Sonnenstrahlen zu uns, dominiert wird der Blick aus dem Fenster aber von dicken, grauen Regenwolken. Es ist also Herbst. Und wenn die Temperatur draußen sinkt, es stürmt und regnet, wird es höchste Zeit, wieder die Heizung anzumachen.

Zwar ist es lediglich ein Handgriff, der für Wohlfühltemperatur in den eigenen vier Wänden sorgt. Dennoch gibt es ein paar Aspekte, die man während der Heizsaison beachten sollte.

Sparen an der falschen Stelle

Natürlich ist es ärgerlich, wenn zum Ende der Heizsaison eine fette Nachzahlung ins Haus flattert. Und jeder, der diese Erfahrung schon einmal gemacht hat, wird mit Sicherheit auch nach Möglichkeiten recherchiert haben, Energiekosten einzusparen. Keineswegs ist kostenbewusstes Heizen verkehrt. Vorsicht ist aber bei vermeintlichen Sparmaßnahmen geboten, die Folgeschäden wie Schimmel und letztlich sogar noch höhere Energiekosten verursachen.

Sparschwein: Heizkosten sparen
Heizen einzelner Räume

Hierzu zählt beispielsweise ungleichmäßiges Heizen. Nicht selten neigt man dazu, nur die viel genutzten Räume zu beheizen. Zimmer, in denen man sich ohnehin selten aufhält, bleiben hingegen kalt. Eine Taktik, die sich in den meisten Fällen jedoch nicht auszahlt. Denn die Kälte der nicht beheizten Räume überträgt sich auf den gesamten Wohnraum. Folglich müssen also die in Betrieb genommenen Heizkörper eine deutlich höhere Leistung aufbringen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Bei Abwesenheit die Heizung aus?

Ebenso verbreitet ist die Angewohnheit, die Heizung während längerer Abwesenheiten komplett runterzudrehen. Wozu denn auch heizen, wenn man eh nicht da ist? Doch je länger die Heizung ausbleibt, desto stärker kühlt die Wohnung ab. Und schon glaubt man bei seiner Wiederkehr versehentlich im Kühlhaus gelandet zu sein. Fallen die Außentemperaturen besonders tief, kann es zudem passieren, dass die Heizungsrohre einfrieren.  

Um lange, energiefressende Aufheizzeiten und ggf. Frostschäden zu vermeiden, sollte die Heizung während der kalten Jahreszeit daher nie komplett abgeschaltet werden. Besser: Die Heizkörper auf niedriger Stufe weiterlaufen lassen. 

Wie sich tatsächlich sparen lässt

Was also tun, um den ein oder anderen doch Euro einzusparen?

  • Heizkörper nicht verdecken: Wird ein Heizkörper von Möbeln, Vorhängen o.ä. verdeckt, kann sich die produzierte Wärme nur eingeschränkt im Raum ausbreiten. Um die gewünschte Temperatur zu erreichen, ist folglich eine höhere Heizleistung erforderlich. Liegt der Heizkörper hingegen frei, benötigt er vergleichsweise nur wenig Energie.

  • Senken der Heiztemperatur: Komplett abgeschaltet sollte die Heizung während der kalten Wintermonate auf keinen Fall. Gegen eine leichte Reduktion der Heiztemperatur ist jedoch nichts einzuwenden. Vielmehr kann sich diese sogar richtig auszahlen. Denn bereits ein Grad weniger auf der Anzeige kann bis zu 6% Energie einsparen. Mit dem Sparwahn sollte es allerdings auch hier nicht übertrieben werden. Denn wird die Marke von 16°C unterschritten, drohen Schimmelbildung und – bei besonders frostigen Außentemperaturen – sogar das Einfrieren der Heizungsrohre. Und seien wir mal ehrlich: Wohlfühlen ist dann auch nicht mehr wirklich angesagt.

    Heizung per App steuern

  • Digitale Thermostate: Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungsreglern müssen programmierbare Thermostate nicht immer wieder manuell rauf- und runtergedreht werden. Stattdessen lässt sich bereits vorab einstellen, welche Temperatur welcher Raum wann haben soll. Auf diese Weise können abermals rund 10-15% Energie eingespart werden. Außerdem lassen sich die meisten digitalen Thermostate mittlerweile auch per App steuern.

  • Regelmäßige Wartung: Wer seine Heizung nicht regelmäßig von einem Fachmann warten lässt, spart definitiv am falschen Ende. So kann bereits eine abweichende Einstellung oder die Beeinträchtigung einzelner Komponenten dazu führen, dass unnötige Energie verbraucht wird.  Es entstehen zusätzliche Kosten. Ob Entlüften, Wasseraustausch oder hydraulischer Abgleich – die egelmäßige Heizungswartung hilft dabei, die Energiekosten gering zu halten.

Noch ein kleines, aber entscheidendes Detail

Genauso wichtig wie das Heizen selbst, ist ein konsequentes Lüften. Und sei draußen es noch so eisig – ein regelmäßiger Luftaustausch ist enorm wichtig. Andernfalls steigt die Luftfeuchtigkeit, Schimmelbildung wird begünstigt. Vermieden werden sollte in jedem Fall das Lüften mittels Kippstellung, da dieses zum Auskühlen der Wände führt und den Energieverbrauch um 20% ansteigen lässt. Stoßlüften – mehrmals am Tag – ist hier die deutlich bessere Alternative.

So ist der Wohlfühl-Faktor in den eigenen vier Wänden auch während der kalten Jahreszeit garantiert.