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Die Wärme, die aus der Erde kommt

von Frederike Treu
Veröffentlicht am 16.Februar 2017 / Heizung

In der Erde steckt eine unfassbare Energie. Foto: pixabay

Die Polkappen schmelzen, den Wintern fehlt der Schnee, heftige Stürme, Dürren und Überschwemmungen plagen die Erde. Keine Frage, das Klima ist aus dem Lot geraten. Um den Klimawandel abzubremsen und unsere Umwelt zu schützen, sollten wir auf innovative Technologien setzen. Auch beim Heizen. Öl und Gas müssen nicht sein. Stattdessen können wir auf erneuerbare Energien zurückgreifen, die uns die Umwelt kostenlos zur Verfügung stellt. So schützen wir nicht nur die Natur, wir machen uns außerdem unabhängig von den steigenden Kosten fossiler Energieträger.

Erdwärme ist eine dieser Energieformen, mit denen wir unser Zuhause kuschelig machen können. Uwe Hentschel, Energieexperte bei ELEMENTS, erklärt, wie's geht.

Man glaubt es kaum, aber auch im tiefen Winter herrschen unter der Erdoberfläche gemäßigte Temperaturen. Schon in fünf bis zehn Metern Tiefe liegen sie in der Regel bei acht bis zehn Grad. Mit diesen nicht gerade sommerlichen Temperaturen können Sie heizen. Der Trick: Sie brauchen eine Wärmepumpe, die diese Energie aus dem Boden in gemütliche Temperaturen für Ihr Zuhause umwandelt.

Und so funktioniert's: In Rohren in der Erde zirkuliert eine Flüssigkeit, der dank Frostschutzmittel knackige Temperaturen nichts anhaben können. Diese sogenannte Sole nimmt die Wärme aus dem Erdreich auf und transportiert sie zur Wärmepumpe. Hier gelangt sie zunächst in den Verdampfer. In diesem Verdampfer wird die Erdwärme auf ein Kältemittel übertragen, das schon bei relativ geringen Temperaturen verdampft. Die Energie ist also von der Sole in das nun gasförmige Kältemittel übergegangen. Dieser Dampf wird im Kompressor verdichtet, seine Temperatur steigt. Das heiße, verdichtete Kältemittelgas landet nun im Verflüssiger und kondensiert hier wieder. Die Wärme gibt es dabei ab – und zwar an das Wasser, das dann im Haus als Heizmedium zirkuliert. Das wieder flüssige und abgekühlte Kältemittel macht sich zurück auf den Weg zum Verdampfer. Hier beginnt der Kreislauf von neuem.
Noch einmal kurz zusammengefasst: Die Wärme kommt aus der Erde, wird über den Trick mit Verdampfer und Verflüssiger erhitzt und landet so als heißes Wasser in unserer Heizung. Und zwar entweder in Heizkörpern und Flächenheizungen oder in einem Heizungspuffer- oder Warmwasserspeicher.

So weit, so gut. Aber was ist zu beachten?

Diese Technik funktioniert, wie gesagt, mit diversen Heizungen. Besonders geeignet sind aber Flächenheizungen, also Fußboden- und Wandheizungen. Denn Heizkörper brauchen eine relativ hohe Vorlauftemperatur (das ist die Temperatur, mit der die Energie in den Heizkreis fließt), um einen Raum zu beheizen. Flächenheizungen sind zwar behäbiger, arbeiten aber mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur – die sie aus der Wärmepumpe erhalten.

Um die Energie aus dem Boden zu holen, gibt es zwei Möglichkeiten: aus der Tiefe oder aus der Fläche. Man kann also eine Erdsonde bis zu 100 Meter tief in den Boden einlassen oder aber Kollektoren auf einer breiteren Fläche jeweils etwa ein bis zwei Meter in den Boden eingraben. Der Vorteil der Tiefenbohrung: Die benötigte Fläche ist recht klein und eventuelle Gartenanlagen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachteile: In Wasserschutzgebieten sind diese vertikalen Sonden nicht erlaubt. Hier kann man problemlos Flächenkollektoren einsetzen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass der Boden weder versiegelt noch überbaut werden darf. Schließlich müssen Regenwasser und Sonnenstrahlen die Erde ungehindert erwärmen können.

Klingt kompliziert? Ist es nicht, versprochen! Sprechen Sie uns an, unsere ELEMENTS-Experten helfen Ihnen, die für Sie optimale Lösung zu finden. Für eine effektive und umweltschonende Art, Ihr Zuhause zu beheizen. Und übrigens im Sommer auch preiswert zu kühlen – auch das kann eine Wärmepumpe!

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