Smart im Bad – berührungslose Armaturen auf dem Vormarsch

von Ursula Lavric, Marketingmanagerin von Hansa im Interview
Veröffentlicht am 15.September 2020 / Produkte & Design · Bad · Smart Living · Experten-Team

Für mehr Effizienz und die Extraportion Komfort beim Händewaschen: berührungslose Armaturen machen es möglich

Lange Zeit waren kontaktlose Armaturen vor allem im gewerblich-öffentlichen Bereich verankert. Mittlerweile sind sie aber auch immer häufiger im privaten Umfeld zu finden. Wodurch diese Entwicklung begünstigt wurde und welche Vorteile die Nutzung smarter Armaturen tatsächlich mit sich bringt, verrät Ursula Lavric – Marketingmanagerin von Hansa – im Interview.

 

Frau Lavric, wie genau funktionieren berührungslose Armaturen eigentlich?

Die Funktionsweise berührungsloser Armaturen basiert auf einer Sensorerkennung. Registriert der Sensor eine Bewegung, wird der Wasserfluss automatisch gestartet. Doch während konventionelle Infrarotsensoren auf die Menge des reflektierten Lichts reagieren, sorgt bei den smarten Armaturen von Hansa die patentierte PSD-Technologie für eine Winkelmessung des abgelenkten Lichts. Damit orientiert sich die Armatur zielgenau an der Hand des Benutzers und ihrer Position im Raum. Die Wasserfreigabe erfolgt damit noch zuverlässiger. Gleichzeitig können bestimmte Einstellungen wie z.B. die Empfindlichkeit des Sensors, die Wassernachlaufzeit oder ein automatischer Spülplan jederzeit mit der Hansa Connect App angepasst werden.

Lange Zeit waren berührungslose Armaturen ausschließlich in öffentlichen Sanitärräumen oder Pflegeeinrichtungen zu finden. Woran liegt das?

Das stimmt. Ursprünglich waren sensorgesteuerte Armaturen vor allem im gewerblich-öffentlichen Kontext verankert. Vermutlich war es anfangs ebendiese Assoziation, die vor einem Einbau in den eigenen vier Wänden abschreckte.
Durch die voranschreitende Digitalisierung und dem damit verbundenen Trend zum Smart Home sind kontaktlose Armaturen während der letzten Jahre auch im privaten Bereich verstärkt in den Fokus gerückt.

 

Gibt es denn Unterschiede zwischen Modellen für die gewerblich-öffentliche und die private Nutzung?

Mit der Etablierung in Privathaushalten hat die Vielfalt kontaktloser Armaturen stark zugenommen. Auch Hansa bietet smarte Armaturen in einer Vielzahl attraktiver Designs an. So können Nutzer, je nach individuellem Badezimmerstil, zum Beispiel unter den smarten Waschtischarmaturen aus den Produktserien Hansadesigno Style, Hansastela, Hansaligna und Hansaloft auswählen. Allesamt sind schnell und einfach installiert und daher bestens für den häuslichen Gebrauch geeignet. Ein weiterer Vorteil: Die meisten Modelle sind auch als batteriebetriebene Variante erhältlich. Dabei ist das Batteriegehäuse leicht zugänglich, sodass die Batterien bei Bedarf ganz unkompliziert ausgetauscht werden können.

Für jeden Geschmack das passende Modell – Designvielfalt von Hansa

Der auffälligste Unterschied zwischen privater und gewerblich-öffentlicher Nutzung betrifft aber wohl die Temperaturregelung: Gerade in öffentlichen Einrichtungen lässt sich die Wassertemperatur manuell nicht steuern. Weil dies für den privaten Gebrauch jedoch keine Option darstellt, sind die meisten kontaktlosen Hansa Armaturen mit einem kleinen Hebel an der Seite ausgestattet. So kann die Wassertemperatur jederzeit den individuellen Vorlieben angepasst werden.

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Also steigt die Nachfrage nach smarten Armaturen auch bei Privatpersonen?

Auf jeden Fall. Das Interesse an intelligenter Technik im Haushalt nimmt generell zu. Und hierzu zählen eben auch smarte Armaturen, die mit einer Vielzahl an Vorteilen überzeugen.

 

Welche sind das?

Zum einen garantieren berührungslose Armaturen ein höheres Maß an Hygiene. Denn jede Berührung, die mit der Armaturenoberfläche vermieden werden kann, senkt auch das Risiko einer Übertragung von Keimen. Gleichzeitig wird auch der Reinigungsaufwand minimiert.

Zum anderen punktet eine Armatur, die auf Bewegungen reagiert mit einer Extraportion Komfort. Stellen Sie sich vor: Sie haben gerade im Garten gearbeitet und Ihre Hände sind nun voller Erde. Oder voller Klebstoff, weil Sie den ganzen Vormittag mit den Kindern gebastelt haben. Wie praktisch ist es in so einer Situation, nicht erst mit den schmutzigen Händen den Armaturenhebel bedienen zu müssen und ebenfalls Verunreinigungen zu hinterlassen.

Und letztlich – und das ist wahrscheinlich auch für die meisten Kunden der ausschlaggebende Grund – sind smarte Armaturen deutlich effizienter als herkömmliche Wasserhähne. Beispielsweise betätigt eine vierköpfige Familie im Schnitt etwa 200 Mal pro Tag den Wasserhahn. Oftmals wird dabei deutlich mehr Wasser verbraucht, als tatsächlich benötigt wird. Jedoch nicht mit berührungslosen Armaturen, die Wasser auch wirklich nur dann abgeben, wenn es gefordert ist.

Besonders gut harmonieren berührungslose Armaturen mit moderner Badezimmergestaltung

Und wieviel spart man mit so einer berührungslosen Armatur im Schnitt ein?

Durch einen Wechsel zu einer smarten Armatur kann der jährliche Wasserverbrauch um bis zu 50% gesenkt werden. Zusätzlich wird auch Energie eingespart, die für das Erwärmen des Wassers erforderlich ist. Das ist nicht nur im Sinne der Umwelt, sondern senkt auch erheblich die individuellen Verbraucherkosten.

 

Apropos Kosten: Sind berührungslose Armaturen in der Anschaffung viel teurer als herkömmliche Modelle?

Die Preisspanne für smarte Armaturen ist sehr groß. Das gilt übrigens auch für Armaturen, die nicht sensorgesteuert sind. In beiden Kategorien gibt es sowohl günstigere als auch hochpreisige Ausführungen. Dementsprechend kann eine kontaktlose Armatur sogar durchaus preiswerter sein als ein Wasserhahn ohne berührungslose Steuerung.

Bei vergleichbaren Modellen sind smarte Armaturen natürlich in ihrer Anschaffung etwas teurer. Berücksichtigt man aber den Wasser- und Energieverbrauch, den man durch die neue Technik einspart, dann zahlt sich eine smarte Armatur bereits nach kurzer Zeit aus.

 

Vielen Dank!

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