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Mein Anti-Schimmel-Plan für Herbst und Winter

von Olga Bogdanowski
Veröffentlicht am 19.September 2017 / Tipps & Tricks

Sonnenschein und raschelndes Laub - so sieht ein perfekter Herbsttag aus

Frisch geerntetes Obst und Gemüse aus der Region. Kinder, die ihre Drachen steigen lassen. Letzte, wärmende Sonnenstrahlen, die durch das bunt eingefärbte Blätterdach dringen. Ja, der Herbst kann so schön sein. Doch auch die goldene Jahreszeit hat ihre Schattenseiten. Eine der unangenehmsten Begleiterscheinungen: Schimmel. In diesem Jahr sage ich dem Schimmel von vornherein den Kampf an – mit einem klaren Anti-Schimmel-Plan.

Wenn die Außentemperatur sinkt und die Luftfeuchtigkeit steigt, setzen sich in vielen Wohnungen – insbesondere bei Altbauten – Schimmelsporen fest und breiten sich aus. Das sieht doof aus, schadet dem Gebäude und vor allem der Gesundheit.

Generell kann Schimmel überall entstehen. Das Badezimmer mit seinem besonders feuchten Raumklima allerdings ist prädestiniert für Schimmelbildung. Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich in den vergangenen Jahren immer wieder an Fugen, Silikonabdichtungen und entlang der Fensterrahmen die fiesen, schwarzen Punkte entdeckt habe – und dann mühsam entfernen musste. Das war so angenehm wie der Blick in einen abgelaufenen Joghurt.

 

Richtiges Heizen und Lüften

Das A und O der Schimmelprävention ist Lüften. Durch die regelmäßige Zirkulation wird die gebrauchte, feuchte und schimmelbegünstigende Luft gegen frische ausgetauscht. Am besten funktioniert dieser Austausch durch das berühmte Stoßlüften. Auch wenn Sie – wie ich – zur Spezies der Frostbeulen gehören, müssen Sie keine Sorge haben, Ihre Wohnung durch das Aufreißen der Fenster dauerhaft auf Südpol-Temperaturen herunter zu kühlen. Es wird zwar kurzzeitig frisch – die Grundwärme bleibt in dieser Zeit aber erhalten.

Ganz anders übrigens bei permanent gekippten Fenstern: Hierbei kühlt die Wohnung tatsächlich aus – und der Schimmel freut sich über neue Chancen. Keine halben Sachen beim Lüften also.  

Auch wenn das Stoßlüften nur einige Minuten dauert, sollten die Heizkörper währenddessen vollständig abgestellt werden. Andernfalls heizen sie sich durch die einströmende kalte Luft auf. Das ist unnötig, wird die heiße Luft doch direkt nach draußen befördert. Bitter für Umwelt und Geldbeutel. Also lieber Heizung auf Null stellen und später wieder hochdrehen.  

 

Schimmel entfernen und vorbeugen

Als zusätzlichen Schutz gibt es eine Vielzahl an Schimmelblockern. Ob als Wandfarbe, Spray oder Silikonkartuschen – für jeden Anwendungsbereich ist etwas dabei. Schimmelblocker nehmen mir zwar Lüften und Heizen nicht ab, reduzieren aber die Gefahr der Schimmelbildung. Gerade in feuchten Umgebungen wie dem Badezimmer halte ich eine solche Vorbehandlung daher für durchaus sinnvoll.

Sollte sich der Schimmel dennoch ins Bad trauen, muss er sicher und vollständig entfernt werden. Am besten mit speziellen Schimmelentfernern. Alternativ eignen sich Alkohol und Spiritus.

Ich hoffe dieses Jahr ohne Wundermittel auszukommen. Wie ich das schaffen will? In der kalten Jahreszeit mache ich diesmal keine Abstriche beim Lüften und Heizen. Da kann sich der Schimmel schonmal richtig warm anziehen.

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