Genau hier liegt in vielen Bestandsgebäuden das Problem. Alte Heizkörper, ungedämmte Leitungen oder fehlende Abstimmungen im System führen dazu, dass höhere Temperaturen benötigt werden – und damit mehr Energie verbraucht wird.
Die BEG setzt gezielt an diesen Punkten an und fördert Maßnahmen, die oft weniger im Fokus stehen, aber eine enorme Wirkung entfalten. Dazu zählen innerhalb der sogenannten Heizungsoptimierung insbesondere:
• der hydraulische Abgleich, der für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt
• der Einsatz größerer oder effizienterer Heizkörper, die auch bei niedrigeren Temperaturen ausreichend Leistung bringen
• die Dämmung von Rohrleitungen, um Wärmeverluste im System zu minimieren
• digitale Regelungstechnik, die den Energieeinsatz an den tatsächlichen Bedarf anpasst
Diese Maßnahmen sind häufig deutlich günstiger als der komplette Heizungstausch, erzielen aber einen spürbaren Effizienzgewinn. Voraussetzung ist, dass das Heizsystem optimiert wird. Diese Förderung in Höhe von 15 % kann beim BAFA beantragt werden. Nach Abschluss der Maßnahme sowie Einreichung des Verwendungsnachweises ist es durchaus möglich, einen weiteren Förderantrag bei der KfW zu stellen, um sich dann die Umrüstung auf ein z. B. Hybridsystem mit 30–60 % fördern zu lassen. Nur diejenigen Komponenten, die bereits über die Heizungsoptimierung beim BAFA gefördert wurden, dürfen nicht erneut bei der KfW eingereicht werden.
Gerade bei Badsanierungen entsteht hier eine besonders interessante Schnittstelle. Neue Heizkörper oder durchdachte Flächenheizungen zahlen direkt auf die Gesamtenergieeffizienz ein. Gleichzeitig erhöhen sie den Komfort und werten den Raum funktional wie gestalterisch auf.